Burgruine Rotenburg, Mittelalterliche Burgruine in Wieslet, Deutschland.
Die Burgruine Rotenburg, auch Burg Rotenberg genannt, ist eine Höhenburg auf einem steilen, 620,2 m hohen Bergkegel über dem Tal der Kleinen Wiese zwischen Niedertegernau und Wieslet. Ein unregelmäßig ovaler, aus dem Fels geschlagener Ringgraben mit vorgelegtem Ringwall umgibt den Gipfel; die Kernburg maß etwa 50 mal 25 Meter innerhalb einer ovalen Ringmauer, die besonders an der Ostseite erhalten ist. Etwa in der Mitte der Westseite stand ein runder Bergfried von neun Metern Durchmesser bei drei Metern Mauerstärke, im Südteil ist ein 15 Meter langes Mauerstück erhalten.
Die Anlage entstand zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert und diente zunächst den Herren von Waldeck als Festung. Später ging sie durch Vererbung an die Familie Rötteln über, bevor die Burg im Lauf der Zeit verfiel.
Der Name Rotenberg stammt von den Röttlern: Dietrich IV. teilte um die Mitte des 13. Jahrhunderts den Besitz mit seinem Bruder Konrad und nannte sich nach dem Rotenberg. Die Burg wird 1259, 1270 und 1283 als Ort einer Schenkung urkundlich erwähnt; mit Dietrich V. starben die Rotenberger um 1280 aus.
Die Ruine liegt auf einem steilen, felsigen Bergkegel auf 620,2 m ü. NHN im Tal der Kleinen Wiese; sie ist von Wieslet oder Niedertegernau zu Fuß erreichbar. Die Kernburg umgibt ein unregelmäßig ovaler, aus dem Fels geschlagener Ringgraben mit vorgelagertem Ringwall, der Untergrund ist unwegsam und ohne markierte Wege. Erhalten sind nur geringe Mauerreste, darunter ein 15 Meter langes Mauerstück im Südteil.
Keramikfunde aus Grabungen deuten auf eine noch ältere Vorgängeranlage aus dem 11. Jahrhundert hin. Diese Entdeckung zeigt, dass der Ort länger besiedelt war als bisher sichtbare Strukturen vermuten lassen.
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