Burgruine Roßstein, Mittelalterliche Burgruine in Hohenburg, Deutschland.
Die Burgruine Roßstein ist eine mittelalterliche Burganlage auf einem felsigen Vorsprung mit steilen Klippen an drei Seiten und liegt geschützt hinter einem in den Stein gehauenen Graben. Die Anlage besteht aus einem Wohnturm mit gewölbten Kellern, einem Schildwall auf der Westseite und verschiedenen Mauerresten, die die einstige Fortifikation bezeugen.
Die Burg wurde erstmals 1331 unter der Herrschaft von Konrad Erlheimer erwähnt und war über Generationen ein wichtiger Posten. Ein großes Feuer zerstörte die Anlage 1411 erheblich, doch wurde sie danach aufgebaut und blieb bewohnt, bis sie schließlich um 1563 aufgegeben wurde.
Die Burg verdankt ihren Namen dem Althochdeutschen 'hros', das Pferde bezeichnete und sich später zum Mittelhochdeutschen 'ros' für Ritterrosse entwickelte. Der Name spiegelt die Bedeutung der Burg als Ort wider, der mit Reiterei und Kriegskunst verbunden war.
Die Ruine ist frei zugänglich und kann erreicht werden, indem man beim Spießhof parkt und den markierten Waldwegen folgt. Es empfiehlt sich, angemessenes Schuhwerk mitzunehmen, da die Wege uneben sind und der Zugang über Felsen führt.
Der Wohnturm besitzt großflächige Fenster in den Obergeschossen, was auf Komfort und Wohnlichkeit hindeutet, ungewöhnlich für Burgen dieser Zeit. Diese Merkmale zeigen, dass die Anlage nicht nur militärische Funktionen erfüllte, sondern auch als Residenz genutzt wurde.
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