Burgruine Tautenburg, Mittelalterliche Burgruine in Tautenburg, Deutschland.
Burg Tautenburg ist eine Burgwüstung auf einem Hügel in Tautenburg, Thüringen, deren Mauerreste die Struktur einer mittelalterlichen Wehranlage zeigen. Die Überreste lassen sich noch teilweise erkennen und bieten von oben einen Blick über die umliegende Landschaft.
Die Burg wird erstmals 1223 urkundlich genannt, als Tuto von Tautenburg und sein gleichnamiger Sohn in einer Stiftungsurkunde erscheinen; der Leitname Tuto gab der Burg wahrscheinlich ihren Namen. 1227 befand sie sich in der Hand der Herren von Lobdeburg-Saalburg und ging noch vor 1232 als lobdeburgisches Afterlehen an die Schenken von Vargula, die 1243 von Kaiser Friedrich II. damit belehnt wurden. Ab 1343 nahmen die Tautenburger sie von den Grafen von Schwarzburg, ab 1345 von den Wettinern zu Lehen; die hier ansässige Linie der Schenken erlosch 1640, und die Burg diente bis 1776 als kurfürstlicher Amtssitz.
Die Ruine wird heute von Einheimischen als Wahrzeichen des Ortes wahrgenommen und zieht Wanderer an, die den Weg hinauf zur Aussicht nutzen. Der Platz spielt eine Rolle im lokalen Bewusstsein als Verbindung zur Vergangenheit des Dorfes.
Die Ruine ist das ganze Jahr über frei zugänglich und erfordert keinen Eintrittspreis, aber festes Schuhwerk ist notwendig wegen des unebenen Geländes und der Steigung. Planen Sie Zeit für den Aufstieg ein und beachten Sie, dass die Wetterbedingungen den Zustand der Wege beeinflussen können.
Der fünfeckige Torturm in der Südostecke des älteren Westteils wird oft irrtümlich als Bergfried bezeichnet. Seine Datierung ist unklar: Ein Mauerstück mit Opus spicatum ohne Kalkmörtel und ein kleines Vierpassfenster weisen ins 13. Jahrhundert, möglicherweise auf Umbauten des Schenken Rudolf II. von Vargula in den 1230er und 1240er Jahren.
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