Burgruine Weibertreu, Burgruine in Weinsberg, Deutschland
Die Burgruine Weibertreu, ursprünglich Burg Weinsberg, liegt auf dem 272,2 m hohen Burgberg nordwestlich des Weinsberger Stadtkerns. Rauhe Steinmauern in Hellgrau, Beige und Braun ziehen sich hinter Weinbergsreihen hin; rechts enthält ein höherer Block ein kleines Fenster mit Holzrahmen und kurzem Metallgitter, davor steht nahe der Mitte ein niedrigerer Mauerabschnitt.
Die Burg wurde vermutlich im frühen 11. Jahrhundert erbaut und erstmals in der Gründungsgeschichte des 1037 gestifteten Chorherrenstifts Öhringen fassbar, in der Gräfin Adelheid von Metz, Mutter Kaiser Konrads II., vor der Stiftung auf der Burg Weinsberg wohnte. 1140 belagerte König Konrad III. die Burg wochenlang; nach der Feldschlacht am 21. Dezember ergab sich die Besatzung, und die Frauen trugen ihre Männer den Berg hinab und retteten ihnen so das Leben. Bis 1450 blieb die Burg Reichslehen der Herren von Weinsberg.
Der Name Weibertreu erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 1140, als Frauen ihre Ehemänner auf den Schultern trugen, um sie vor der Hinrichtung zu bewahren. Diese Geschichte ist tief in der lokalen Identität verankert und wird bis heute in der Region erzählt.
Besucher können die Burgruine durch markierte Wanderwege erreichen, die durch die umliegenden Weinberge und Obstgärten der Region führen. Die Wege sind gut ausgeschildert und für verschiedene Fitnessstufen geeignet.
Durch ihre exponierte Lage in der südwestlichen Ecke des Weinsberger Kreuzes der Autobahnen 6 und 81 ist die Ruine vielen Autofahrern vom Sehen bekannt, die nie auf den Burgberg gestiegen sind. Eigentümer ist der Justinus-Kerner-Verein und Frauenverein Weinsberg; die Anlage kann gegen Eintritt besichtigt werden.
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