Burgruine Weisswasserstelz, Mittelalterliche Burgruine in Hohentengen am Hochrhein, Deutschland
Weisswasserstelz ist eine Burgruine auf einem Hügel über dem Rhein, die aus Mauerresten und Türmen besteht. Die Anlage sitzt etwa 340 Meter hoch am nördlichen Rheinufer und zeigt typische Merkmale einer mittelalterlichen Wehrburg.
Die Burg entstand wohl vor dem 12. Jahrhundert, da die Herren von Wasserstelz 1165 als Ministeriale der Abtei Reichenau erscheinen. 1343 genehmigte Abt Eberhard von Reichenau die Übertragung an Adelheid von Usenberg, 1347 verlieh er sie Ulrich Winkelshain, der sie für 260 Mark Schaffhauser Maß gekauft hatte. 1639 beschwerten sich die Eidgenossen bei den Schweden, dass Soldaten ihr offenes Haus Wasserstelz schädigten.
Der Name Weisswasserstelz stammt wohl von den weißen Jurakalksteinblöcken, die beim Bau verwendet wurden. Die Burg kontrollierte den Rheindurchbruch und die Brücke bei Kaiserstuhl zusammen mit Schwarzwasserstelz auf der gegenüberliegenden Insel und Rotwasserstelz im Osten. Der nahe Wirtschaftshof, später Zehntscheuer, trägt einen Schlussstein von 1560.
Das Gelände ist das ganze Jahr über frei zugänglich und es gibt keinen Eintrittspreis. Informationstafeln vor Ort erklären die Struktur und die Geschichte der Ruine.
Der Name der Burg rührt vermutlich von den weißen Jurakalksteinblöcken her, die beim Bau verwendet wurden, so die Vermutung des Heimatforschers H. Fuchs sen. Gegenüber auf einer kleinen Rheininsel stand die Burg Schwarzwasserstelz; zusammen mit der wenige Kilometer östlich gelegenen Burg Rotwasserstelz kontrollierten die drei Burgen beide Uferstraßen und die Brückenstelle bei Kaiserstuhl.
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