Burgruine Winzer, Mittelalterliche Burgruine in Winzer, Deutschland.
Schloss Oberwinzer ist eine mittelalterliche Burgruine auf erhöhtem Gelände in Winzer mit Steinmauern und Grundmauern, die noch heute sichtbar sind. Die Überreste zeigen charakteristische Merkmale der mittelalterlichen Bauweise mit unterschiedlich großen Steinen und deutlichen Spuren früherer Befestigungen.
Die Burg wurde im Mittelalter gegründet und diente Adligen als Wohn- und Befestigungssitz in der Region. Der schrittweise Verfall über Jahrhunderte hinweg führte dazu, dass die Anlage heute nur noch als Ruine erhalten ist.
Der Name Winzer stammt vom Markt unterhalb, der bereits 1005 urkundlich erwähnt wird; die Burg erbauten die Winzerer, die sich nach ihr benannten und 1324 ausstarben. Bis heute sind Rundbögen einer Restaurierung aus dem 19. Jahrhundert zu erkennen, und die Anlage ist als landschaftsprägendes Baudenkmal geschützt.
Die Ruine liegt auf dem 347,6 m hohen Schlossberg und ist zu Fuß vom Markt Winzer aus erreichbar; der Anstieg ist kurz, der Untergrund aber uneben. Erhalten sind Reste der Ring- und Zwingermauern sowie zwei Turmstümpfe von bis zu etwa acht Metern Höhe, der Zugang ist frei. Festes Schuhwerk ist ratsam, und die beiden Abschnittsgräben vor den Mauern sind leicht zu übersehen.
Am 1. November 1744 wurde die Burg im Österreichischen Erbfolgekrieg von ungarischen Husaren unter dem Pandurenführer Franz Freiherr von der Trenck gesprengt. Im 19. Jahrhundert dienten ihre Reste als Steinbruch, bis König Ludwig I. die Ruine unter Denkmalschutz stellte.
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