Burgruine Wohlenstein, Mittelalterliche Burgruine in Bilderlahe, Deutschland.
Die Burgruine Wohlenstein ist die Ruine einer kleineren Höhenburg auf dem 253 m ü. NHN hohen Wohlenstein, einem kegelförmigen Ausläufer des Heber über Bilderlahe. Vom einst 24 m hohen Bergfried stehen heute noch drei Mauerseiten mit 18 m Höhe, aus hellgrauen und beigefarbenen Mauersteinen mit rauer Oberfläche, bei fast 3 m starken Mauern und einer abgebrochenen, gezackten Oberkante. Der ovale Burgplatz maß 45 × 15 m und war in zwei Bereiche geteilt; vom äußeren doppelten Graben- und Wehrmauersystem sind der Außenwall und ein über 10 m tiefer Burggraben erhalten.
Die Burg wurde 1295 gegründet und diente der Familie Woldenstein als Machtzentrum zur Kontrolle lokaler Handelsverbindungen. Im Jahr 1519 zerstörte Herzog Erich von Calenberg-Göttingen die Anlage, wodurch ihre strategische Rolle endete.
Der Name Wohlenstein geht auf die Familie Wohldenberger zurück, die die Burg 1295 erbaute; die Variante Woldenstein erscheint in älteren Urkunden. Die Anlage ist auch auf der Grabplatte des Hildesheimer Bischofs Heinrich III. dargestellt, der sie 1357 erwarb; die Darstellung zeigt die Burg um 1363. Eine Karte von Johannes Krabbe aus dem Jahr 1591 zeigt die Burg, wie sie 1520 während der Hildesheimer Stiftsfehde aussah.
Das Gelände liegt in einer Landschaft mit sanften Hügeln und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Untergrund uneben ist und die Ruinen frei zugänglich sind.
Zwei Darstellungen der Burg sind erhalten: Die Grabplatte des Hildesheimer Bischofs Heinrich III., der sie 1357 erwarb, zeigt sie um 1363, eine Karte von Johannes Krabbe von 1591 zeigt sie 1520 während der Hildesheimer Stiftsfehde. Der Bergfried war einst 24 m hoch; erhalten sind 18 m bei fast 3 m starken Mauern.
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