Burg Hermannstein, Mittelalterliche Burg in Wetzlar, Deutschland.
Die Burg Hermannstein liegt auf dem Schwarzenberg über Wetzlar-Hermannstein. Die Ende des 14. Jahrhunderts errichtete Oberburg lehnt sich an französische Donjons an: ein hoher runder Turm aus rauem, hellbraunem und grauem Mauerwerk mit flacher Krone und kleinen rechteckigen Fensteröffnungen. Links zeigt ein niedrigerer Mauerabschnitt einen großen offenen Torbogen, und zwei rechteckige Kamine ragen über die Dachlinie.
Landgraf Hermann II. von Hessen ließ die Burg um 1377 auf solmsischem Boden gegen Graf Johann IV. von Solms-Burgsolms errichten, der sich Wetzlars bemächtigt hatte; im Juli 1377 wurden Kalk und Steine angeliefert. Der Friedensvertrag von 1379 brachte den Ort an Hessen. 1481 kaufte Johann Schenk zu Schweinsberg die baufällige Burg für 900 Gulden und baute sie wieder auf, wobei die Unterburg entstand; seine Nachfahren bildeten die Hermannsteiner Linie. 1961 an die Buderus AG verkauft, wurde sie 1965 Privatbesitz.
Die Burg gab der Hermannsteiner Linie der Schenck zu Schweinsberg ihren Namen; diese residierte ab 1481 hier und schrieb ihren Namen meist mit nur einem „k“. Der heutige Wetzlarer Stadtteil Hermannstein entstand unterhalb der Burg.
Die Burg Hermannstein ist Privatbesitz: 2010 kaufte sie das niederländische Ehepaar Emile und Heidy van Duren, ab Februar 2012 restaurierten und bewohnten dessen Mitarbeiter sie teilweise. Die Burg ist nicht für Besucher geöffnet; man sieht sie nur von außen, oberhalb des Wetzlarer Stadtteils Hermannstein.
Die Burg ist Privatbesitz: 2010 kaufte sie das niederländische Ehepaar Emile und Heidy van Duren, ab Februar 2012 bewohnten und restaurierten dessen Mitarbeiter die Burg teilweise. Ein Kupferstich von Daniel Meisner aus dem Jahr 1631 zeigt die Burg noch wohlerhalten, bevor sie zur Ruine verfiel.
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