Burgstall Löweneck, Mittelalterliche Burgruine in Nittendorf, Deutschland.
Burgstall Löweneck ist eine Burgruine auf einem Bergsporn des Kühbergs, die über dem Naabtal liegt. Die Mauerreste befinden sich in etwa 430 Metern Höhe und bieten von dort aus Ausblick auf die Landschaft darunter.
Die Burg wurde wohl von den Wittelsbachern kurz vor 1277 errichtet, als Hugo von Löweneck erstmals urkundlich erwähnt wird. 1316 befahl König Ludwig der Bayer, dass die bereits zerstörte Burg nicht wieder aufgebaut werden dürfe. Dietrich von Parsberg verkaufte anschließend den Burgstall mit dem Dorf Penk für 345 Pfund Regensburger Pfennige an das Kloster Pielenhofen.
Der Ort zeigt, wie Adelsfamilien des Mittelalters ihre Burgen auf Bergkuppen errichteten, um Handelswege und Flussübergänge zu kontrollieren. Besucher können heute noch die Grundmauern sehen und verstehen, welche strategische Rolle solche Plätze in der damaligen Landschaft spielten.
Der Ort ist über einen Wanderweg von Penk aus erreichbar, der Teil des Regensburger Burgenwanderwegs ist. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg teilweise steil ist und der Gipfel exponiert liegt.
In den 1820er Jahren überraschten Gendarmen Raubgräber an der Stelle; ein Bauernjunge, der fliehen wollte, wurde von einem Schuss getötet, die übrigen entkamen über die Felsen. Die Raubgrabungen schädigten den Burgstall, von dem heute nur noch der Wallgraben und ein kurzer Mauerzug erhalten sind.
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