Burgstall Parsberg, abgegangene Höhenburg in Oberbayern
Der Burgstall Parsberg ist eine Burganlage auf einem Hügel bei Puchheim, die aus dem hohen Mittelalter stammt. Die Struktur bestand aus einem zentralen Turmhügel mit anschließendem Außenwerk, umgeben von tiefen Gräben und Erdwällen, die teilweise bis zu 6 Meter hoch waren und eine Gesamtfläche von etwa 3000 Quadratmetern umfassten.
Die Burganlage wurde im hohen Mittelalter, etwa im 12. Jahrhundert, errichtet und diente wahrscheinlich bis ins 14. Jahrhundert als Befestigung. Historische Aufzeichnungen erwähnen 1321 die Verleihung eines Zolls durch König Ludwig IV., was belegt, dass die Anlage in die mittelalterliche Handels- und Kontrollstruktur der Region eingebunden war.
Der Ort trägt den Namen Parsberg, der auf seine strategische Rolle in der mittelalterlichen Landschaft hinweist. Besucher können heute noch sehen, wie die Anlage in die natürliche Hügellandschaft eingebettet war und welche Bedeutung solche Befestigungen für die damaligen Gemeinden hatten.
Der Ort ist leicht zugänglich und liegt in einem ruhigen Naturgebiet nahe dem Germeringer See, wo Besucher die Anlage frei erkunden können. Die Erdwälle und Gräben sind deutlich sichtbar und ermöglichen gemütliche Spaziergänge rund um die historische Stätte.
Archäologen fanden Pfeilspitzen und Armbrustbolzen auf dem Gelände, die möglicherweise mit einer mittelalterlichen Schlacht in der Nähe von Alling verbunden sind. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Anlage nicht nur als Verwaltungszentrum, sondern auch als Ort kriegerischer Auseinandersetzungen eine Rolle spielte.
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