Burgstall Roggenstein, Mittelalterliche Burgruine in Emmering, Deutschland
Die Burgstall Roggenstein ist eine Burgruine auf einem bewaldeten Moränenhügel in Emmering, die sich 550 Meter über der umgebenden Landschaft erhebt. Die Anlage wird durch einen mindestens sechs Meter tiefen Graben markiert, der den Burgbereich von der Umgebung abgetrennt hat.
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert, wobei Aufzeichnungen aus dem Jahr 1371 bereits eine Aufgabe des Ortes belegen. Der Verfall der Befestigung ist daher ein relativ frühes Beispiel für verlassene mittelalterliche Strukturen in dieser Region.
Die St. Georg Kapelle zeigt Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die Szenen aus der Leidensgeschichte Christi darstellen. Die Kunstwerke folgen dem Stil der Oberbayerischen Malschule und zeugen von der religiösen Bedeutung dieses Ortes für die lokale Bevölkerung.
Der Ort ist am besten zu Fuß zu erkunden, da man über den Moränenhügel wandern muss, um die Ruine zu erreichen. Die Umgebung bietet Waldwege, die zu den Resten der Befestigung führen und eine gute Orientierung ermöglichen.
Im Jahr 1840 wurden unterirdische Gänge innerhalb des Burghügels dokumentiert, deren Eingänge heute aber verschlossen oder unter Erde verborgen sind. Diese verborgenen Kammern deuten darauf hin, dass die Burg einst Geheimgänge oder Zufluchtsorte unter der Erdoberfläche besaß.
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