Burg Mengerskirchen, Mittelalterliche Burg in Mengerskirchen, Deutschland.
Das Schloss Mengerskirchen ist ein langgestreckter dreigeschossiger Bau mit einem viergeschossigen Wohnturm an der Südwestecke, der ein Satteldach und einen Wehrgang trägt. An der Außenseite des Hauptgebäudes sitzt ein halbrunder Turm, während ein Treppenturm auf der Hofseite den Übergang vom vor 1600 erbauten Teil zum späteren Anbau der Nassau-Hadamarer Fürsten markiert. Der Hofflügel besitzt einen offenen Laubengang mit vier Rundbögen auf Säulen toskanischer Ordnung.
Ab 1312 ließ die Dillenburger Linie des Hauses Nassau die Burg in dem 1217 erstmals erwähnten Mengerskirchen errichten; der Wohnturm datiert auf 1320, 1321 erhielt der Ort Stadtrechte. 1341 kam die Burg an Graf Heinrich II. von Nassau-Beilstein, der sie erstmals urkundlich erwähnte und als Witwensitz nutzte, zeitweise verpfändet. Von 1711 bis 1806 war sie Sitz des nassau-dillenburgischen, später nassau-oranischen Amtes Mengerskirchen.
Die Burg beherbergt heute das Rathaus der Gemeinde und ist daher ein Ort, an dem Einwohner ihre täglichen Verwaltungsangelegenheiten regeln. Besucher können sehen, wie die mittelalterliche Struktur nahtlos in ein modernes Verwaltungszentrum übergegangen ist.
Das Schloss liegt in der Region Westerwald und ist von zahlreichen Wanderwegen umgeben, die zum Erkunden der Landschaft einladen. Besucher sollten gutes Schuhwerk tragen, da die Umgebung bergig ist und viele Pfade etwas Anstrengung erfordern.
Bei der Sanierung von 1981 bis 1990 legten Restauratoren im Wohnturm Reste spätgotischer Fresken frei. Der auf 1320 datierte Turm ist der älteste Teil der Anlage und wurde nach Teileinstürzen im 19. Jahrhundert wieder instand gesetzt.
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