Burg Neudeck, Mittelalterliche Burgruine in Bad Birnbach, Deutschland
Burg Neudeck, auch Burg Neideck oder Schloss Neudeck genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Spornburg auf 435 m ü. NN südwestlich von Bad Birnbach. Ihre Lage beherrschte weithin das Rottal. Die Anlage ist als Bodendenkmal D-2-7544-0010 geführt, mit untertägigen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Befunden und Funden sowie einem hochmittelalterlichen Vorgängerbau.
Die Edlen von Neudeck sind im Rottal seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar, 1160 tritt Wolftrigil de Nideke als Siegelzeuge auf. Im 14. und 15. Jahrhundert besaßen die Schenken von Neudeck die Burg und erwarben Anzenkirchen, Asenham und Loderham. 1408 verkauften sie sie samt Gütern an die Grafen von Törring, die die Anlage 1464 an die böhmische Familie Hollup veräußerten.
Der Ort zeigt mittelalterliche Bauweise und Verteidigungssysteme durch erhaltene Mauerreste und Funde, die Einblick in die adelige Lebensweise dieser Zeit geben. Besucher können in den Grundrissen noch die Anordnung von Wohn- und Wehrbereichen erkennen.
Die Burgstelle liegt auf einem Sporn auf 435 m ü. NN südwestlich von Bad Birnbach über dem Rottal. Sie ist als Bodendenkmal (D-2-7544-0010) ohne aufgehende Bauten ausgewiesen: unebener Boden, keine Einrichtungen. Der Zugang erfolgt zu Fuß von Bad Birnbach oder nach dem Parken in der Nähe bergauf; Wege können nach Regen matschig sein.
Unter der Burgruine liegen verborgene Strukturen und Objekte aus der späten mittelalterlichen und frühen modernen Zeit, die durch Ausgrabungen allmählich freigelegt werden. Diese unterirdischen Schichten erzählen Geschichten über alltägliches Leben in der Burg, die über das hinausgehen, was man nur an den Steinen sehen kann.
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