Burgstall Spies, Archäologische Fundstätte in Betzenstein, Deutschland.
Burgstall Spies ist eine mittelalterliche Burganlage auf einem kegelförmigen Hügel in Nordfranken auf etwa 614 Metern Höhe. Das Gelände zeigt noch heute flache Wallreste und Grabenstrukturen, die die einstige Verteidigungsanlage markieren.
Die Familie Spiez wird erstmals 1187 mit Pertholt in Dokumenten erwähnt, später erscheint Heinrich Spiez 1189 als Angehöriger der Andechs-Meranien-Linie. Im Jahr 1397 belagerten Truppen König Wenzels die Burg und überrumpelten die verbliebenen Verteidiger.
Der Ort trägt den Namen einer Familie, die hier über Generationen hinweg lebte und das Aussehen des Hügels durch ihre Befestigungsanlagen prägte. Die flache Burgmauer und die Grabenreste erzählen heute noch von einer Zeit, als solche Plätze den Schutz der Region bedeuteten.
Der Ort ist von Spies aus über einen Fußweg erreichbar, der zunächst nördlich vorbei an einem Spielplatz führt. Das Gelände liegt an der frischen Luft auf einem Hügel, daher sollten gutes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung mitgebracht werden.
Bei der Belagerung 1397 durch König Wenzels Truppen gelang es vielen Verteidigern zu fliehen, während die Angreifer nur zwei Personen in der Burg festhalten konnten. Dies deutet darauf hin, dass die Burganlage mehrere Fluchtmöglichkeiten bot, die heute nicht mehr sichtbar sind.
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