Burg Horkheim, Mittelalterliche Burg in Heilbronn, Deutschland.
Burg Horkheim ist eine Wasserburg in Heilbronn mit Wohnturm und Umfassungsmauern, auf deren Innenseiten gotische Rankenmalereien aus dem 16. Jahrhundert sichtbar sind. Das Gelände erstreckt sich mit Weinbauanlagen und Wirtschaftsgebäuden entlang der Schlossgasse bis zur alten Kelter.
Die Burg wechselte 1389 den Besitzer, als Eberhard II. von Württemberg sie an die Heilbronner Kommende des Deutschen Ordens verkaufte. Diese Veränderung prägte die Bedeutung und Nutzung des Ortes für die kommenden Jahrhunderte.
Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert nutzte die lokale jüdische Gemeinde die Burg als Wohnraum und Synagoge zugleich. Die Räume zeigen, wie religiöse und alltägliche Leben hier miteinander verflochten waren.
Die Burg kann zu Fuß durch den Ort erreicht werden und liegt direkt an der Schlossgasse, was eine einfache Orientierung ermöglicht. Der Zugang erfolgt über das Gelände, das sich in einem bewohnten Stadtgebiet befindet.
In den 1740er Jahren lebten etwa 90 Menschen aus 17 jüdischen Familien innerhalb der Burgmauern, ohne dabei die üblichen Schutzgebühren zahlen zu müssen. Diese Vereinbarung machte die Burg zu einem besonderen Zufluchtsort für die damalige jüdische Bevölkerung.
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