Burgruine Eberburg, Burgruine im Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern
Die Burgruine Eberburg ist eine Burganlage in Bayern, von der heute hauptsächlich ein achteckiger Wohnturm übrig ist. Der Turm ragt etwa 16 Meter hoch auf und war ursprünglich von einer Schutzmauer umgeben, die ein Gelände von etwa 23 mal 24 Metern umschloss.
Die Burg wurde Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut und wird erstmals 1123 urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer, wurde 1536 aufgegeben und verfiel, nachdem eine neue Schlossanlage um 1480 unterhalb errichtet worden war.
Die Burgruine Eberburg steht auf einem Hügel über Ebermannsdorf und war lange Zeit ein wichtiger Ort für die lokalen Adelsgeschlechter der Region. Die Anlage zeigt, wie Burgen damals nicht nur Wehranlagen waren, sondern auch Wohnplätze und religiöse Zentren, wie die kleine Kapelle des heiligen Johannes im Inneren belegt.
Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich und benötigt weder Tickets noch besondere Genehmigungen. Der Einstieg zur Turmöffnung liegt etwa vier Meter über dem Boden, war ursprünglich über eine Holzbrücke oder Treppe erreichbar, aber das Innere der Burg ist nicht begehbar.
Die achteckige Form des Turms war in Deutschland im frühen 12. Jahrhundert ungewöhnlich und zeigt fortgeschrittene Bautechniken der Zeit. Diese seltene geometrische Form wird oft als Merkmal von Burgen aus der Salier-Dynastie erkannt.
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