Burgruine Hardeck, Burgruine in Lorbach, Deutschland.
Die Burgruine Hardeck ist eine verfallene Höhenburg auf einem 296 Meter hohen Basaltkegel in der Gemarkung Lorbach südwestlich von Büdingen. Die ovale Wallanlage umfasst 8.660 Quadratmeter, der äußere Wall misst etwa 340 Meter im Umfang, der Burggraben im Norden ist bis zu neun Meter tief. Im Inneren zeichnen niedrige Mauerreste, ein runder Turmfundament im Süden und eine erhöhte Fläche die früheren Gebäude und den Palas nach.
Die Burg wurde vermutlich im 10. oder 11. Jahrhundert von unbekannten Erbauern errichtet. 1289 wurde sie erstmals schriftlich als „... tria in campo versus Hardeckin“ erwähnt. 1405 noch als Sitz eines Amtmannes genannt, wurde sie mit dem Umzug des letzten Amtmannes Eckart Riedesel nach Büdingen 1464 als Dienstsitz aufgegeben. Seit 1471 war sie unbewohnt und wurde 1794 oder 1796 von österreichischen Truppen geschleift, das Material diente dem Straßenbau.
Der Name Hardeck stammt wohl vom harten Basaltgestein des Bergkegels. Die Burg hatte Sichtkontakt zu Ronneburg, Glauburg und später Büdingen und sicherte die Straßen von der Mainebene zum Vogelsberg. Die mittelalterliche Fernstraße Antsanvia, hier Reffenstraße genannt, verlief in Sichtweite.
Das Gelände ist auf einem Hügel gelegen und bietet von oben eine gute Aussicht auf die Umgebung. Der nördliche Bereich zeigt noch einen tieferen Graben mit Resten von Steinmauern, die man beim Erkunden beachten sollte.
Das Wasser war für die Bewohner ein großes Problem, da die nächste Quelle etwa zwei Kilometer entfernt lag. Die Versorgung mit Wasser musste mühsam über lange Strecken transportiert werden, was den Alltag auf der Burg schwierig machte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.146 Mitwirkenden weltweit.