Burg Tittmoning, Mittelalterliche Burg in Tittmoning, Deutschland
Burg Tittmoning ist eine mittelalterliche Burg auf einem Hügel über der Stadt Tittmoning in Bayern, mit dicken Steinmauern, mehreren Innenhöfen und engen Durchgängen. Die Gebäude sind heute teilweise als Museumsräume genutzt, während die Anlage ihren ursprünglichen Charakter aus Stein und Holz bewahrt hat.
Die Burg wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert vom Ortsadel, den Herren von Titmoningen, erbaut, was jedoch unsicher ist. Die erste urkundliche Erwähnung fällt mit dem Erwerb durch das Erzbistum Salzburg unter Erzbischof Eberhard II. zusammen, als Grenzbefestigung gegen Bayern. 1324 öffnete Wulfing von Goldegg Stadt und Burg Kaiser Ludwig dem Bayern, der die Burg zerstörte; 1327 wurde sie an Salzburg zurückverkauft. 1614 bis 1621 baute Santino Solari sie für Erzbischof Markus Sittikus zum Jagdschloss um, und 1805 zerstörte ein Brand unter französischer Besatzung den Bergfried.
Im Museum Rupertiwinkel, das innerhalb der Burganlage untergebracht ist, sind Trachten, Holzarbeiten und religiöse Objekte aus der Region zu sehen. Die Exponate zeigen, wie die Menschen in dieser Gegend früher ihren Alltag gestalteten.
Die Burg ist von Mai bis Oktober zugänglich, wobei zu bestimmten Zeiten Führungen angeboten werden. Da das Gelände auf einem Hügel liegt, sind Treppen und Steigungen einzuplanen.
Das Museum in der Burg bewahrt Bayerns größte Sammlung von Schützenscheiben, bemalte Scheiben von 1600 bis 1930. Es besitzt zudem Arbeiten des Tittmoninger Künstlers Johann Baptist Cetto. Zu den ältesten erhaltenen Teilen zählen zwei Kreuzgewölbe im Erdgeschoss des Kavalierstocks und der Brunnen vor dem Küchenstock.
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