Burg Waldau, Mittelalterliche Burgruine in Vohenstrauß, Deutschland
Burg Waldau ist eine mittelalterliche Burgruine in Vohenstrauß mit einem markanten Granit-Turm, dessen Mauern spitzbogige Türöffnungen und erhaltene Fensterrahmen zeigen. Die Anlage sitzt auf einem nord-südlich ausgerichteten Serpentinit-Felsvorsprung und wird heute als archäologische Stätte behandelt.
Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehörte zunächst der Familie Waldau, bis Jörg von Waldau 1545 seine Besitztümer an Willibald von Wirsberg verkaufte. Im frühen 18. Jahrhundert wurde die verfallende Dorfkirche in die Burganlage integriert, wobei der Turm bis 1912 als Glockenturm diente.
Die Kapelle der Burg war einst mit einem aufwendigen Akanthus-Altar ausgestattet, der später in die Dorfkirche übertragen wurde. Dort kann man dieses kunstvolle Stück bis heute bewundern.
Das Gelände ist privat im Besitz und der Zugang ist eingeschränkt, daher sollte man vorab klären, ob eine Besichtigung möglich ist. Von außen lässt sich die Burgruine vom Rand des Serpentinit-Felsens aus betrachten, wobei bequeme Schuhe für das unebene Gelände empfehlenswert sind.
Im frühen 18. Jahrhundert wurde die verfallende Dorfkirche kreativ in die bestehende Burganlage umgebaut, wobei ihr Turm über 2 Jahrhunderte hinweg als Glockenturm der Burg diente. Diese ungewöhnliche Neubelebung eines religiösen Bauwerks als Teil der Festung ist heute ein seltenes Beispiel mittelalterlicher Anpassungsfähigkeit.
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