Collmberg, Gipfel in Wermsdorf, Nordsachsen, Deutschland
Der Collmberg ist ein Gipfel bei Wermsdorf in Nordsachsen mit einer Höhe von 312 Metern, dessen Kern aus sehr alten Greywacke-Gesteinen aus der Ordovizium-Zeit besteht. Diese besonderen Gesteine zeigen sich in Aufschlüssen rund um den Berg und geben Einblick in die ältesten geologischen Schichten der Region.
Ein mittelalterlicher Burgwall entstand zwischen 900 und 930 auf dem Gipfel und schuf damit einen befestigten Platz in dieser landschaftlich bedeutsamen Höhe. Diese Anlage war Teil der frühmittelalterlichen Machtsicherung in der Region.
Der Ort war lange Zeit mit den Jagdtraditionen der sächsischen Fürsten verbunden und zeigt Spuren dieser Vergangenheit in seiner Landschaft. Die umgebenden Wälder tragen noch heute die Geschichte dieser adeligen Nutzung in sich.
Die Albert-Turm, erbaut 1854, führt über 99 Stufen zu einer Aussichtsplattform hinauf und ermöglicht Ausblicke in mehrere Richtungen. Der Ort ist erreichbar mit leichtem bis mittlerem Aufstieg vom Tal aus.
Das Geophysikalische Observatorium der Universität Leipzig wurde hier zwischen 1927 und 1932 eingerichtet und zeichnet bis heute Erdbebenaktivität und Messwerte der Atmosphäre auf. Diese wissenschaftliche Forschungsstelle ist einer der Gründe, warum Messungen an diesem Ort besondere Bedeutung für die Geowissenschaften haben.
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