Rheinbrücke Worms, Eisenbahnbrücke aus Stahl in Worms, Deutschland.
Die Rheinbrücke Worms ist eine zweigleisige Eisenbahnbrücke, die den Rhein bei Stromkilometer 445,45 rund zwei Kilometer nördlich der Stadt überspannt. Der heutige Stahlüberbau von 1960 hat drei Hauptöffnungen von 104,4 m, 118,3 m und 104,4 m, parallele Fachwerkträger von 9,0 m Höhe und die Gleise auf dem Untergurt. Die östliche Vorlandbrücke besteht aus 17 Feldern mit 35,25 m Stützweite.
Das erste Bauwerk entstand 1900 und zeigte eine damals neue Konstruktionsweise für Eisenbahnbrücken in Deutschland. Nach der Zerstörung 1945 wurde die heutige Brücke 1960 nach modernen Ingenieurstandards neu erbaut.
Für die Behelfsbrücke von 1948 wurde die Brückenachse 26 Meter stromaufwärts verschwenkt, was neue Strompfeiler und ausgeschwenkte Rampen erforderte. Bis zur Fertigstellung der Nibelungenbrücke 1953 lag das Gleis in der Straße, sodass ein Aufsichtsbeamter des Haltepunkts Worms-Brücke Eisenbahn- und Straßenverkehr abwechselnd regelte; die Züge fuhren höchstens 30 km/h.
Die Brücke dient nur dem Eisenbahnverkehr und ist nicht begehbar. Den nächsten Blick bietet das Wormser Ufer beim früheren Haltepunkt Worms Brücke, rund zwei Kilometer nördlich der Nibelungenbrücke für den Straßenverkehr. Die östliche Vorlandbrücke ruht auf 17 Pfeilern im Abstand von 35,25 m; am Westende erlaubt eine Dehnfuge Bewegungen der Gleise bis 700 mm.
Die Brücke von 1900 nutzte über dem Rhein Fachwerkbögen mit Zugband, eine Bauart, die erstmals bei einer deutschen Eisenbahnbrücke angewandt und später bei der Kölner Südbrücke wieder aufgegriffen wurde. Der Aachener Professor Georg Frentzen hatte den Wettbewerb mit der Duisburger Firma Johann Caspar Harkort gewonnen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.842 Mitwirkenden weltweit.