Stadtbefestigung Ahrweiler, Mittelalterliche Stadtmauer in Ahrweiler, Deutschland.
Die Stadtbefestigung Ahrweiler ist eine mittelalterliche Wehranlage mit mehreren Steintürmen und erhaltenen Torbauten, die noch heute das Stadtbild dominieren. Die Mauern bilden einen fast vollständigen Ring um die historische Altstadt und lassen sich auf großen Teilen begehbar erkunden.
Die Befestigung ist seit der Mitte des 13. Jahrhunderts belegt: Der Graben wird 1261 erstmals erwähnt, die Stadttore 1297 und die Mauer 1298. Der Oberbau des Adenbachtors wurde erst 1974 wieder aufgebaut, nachdem Truppen Ludwigs XIV. ihn am 1. Mai 1689 zerstört hatten.
Die vier Tore tragen Namen, die auf die Umgebung verweisen: Das Adenbachtor heißt auch Winzertor, weil die Straße durch die Weinberge zum wüstgefallenen Weiler Adenbach führte, und Marientor nach einer Muttergottesfigur auf der Stadtseite. Das Ahrtor ist nach dem Fluss benannt; das Niedertor ist mit 103,7 m über NN das tiefstgelegene.
Die Mauern sind für Besucher das ganze Jahr über zugänglich und lassen sich am besten zu Fuß erkunden. Es gibt markierte Wege entlang der verschiedenen Tore und Türme, die Orientierung und Sicherheit bieten.
Zwischen Ahrtor und Niedertor sitzen in der Stadtmauer Reihen von 25 mal 30 cm großen Löchern, 140 bis 150 cm voneinander entfernt und 3 bis 3,50 m über dem Erdboden. Durch diese Rüstlöcher gingen Kragbalken, die auf der Mauerkrone einen hölzernen Wehrgang trugen, eine Hurde. Im Bereich des Weilergrabens sind solche Löcher nur noch vereinzelt zu sehen.
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