Der Ulenköper, Bronzestatue neben der St. Marien-Kirche in Uelzen, Deutschland.
Der Uhlenköper ist eine Bronzestatue in Uelzen, die eine Handelsszene mit zwei Männern zeigt: einer hält einen Sack mit einer Eule, während der andere Münzen zählt. Das knapp 2,2 Meter hohe Kunstwerk steht zwischen der Marienkirche und dem alten Rathaus und dient als zentraler Treffpunkt in der Stadt.
Die Statue wurde von Bürgern und Betrieben der Stadt finanziert, die auf Initiative des Ratsherrn Peter Cordes, Vorsitzender des Verkehrsvereins Uelzen, rund 37.000 DM spendeten. Der Bildhauer Karlheinz Goedtke entwarf sie; enthüllt wurde sie am 6. Mai 1967. Sie zeigt die Ulenköpersage: Ein Kaufmann erwirbt von einem Bauern einen Sack voller Baarftgaans (Barfußgeher), versteht darunter Barkhahns (Birkhähne) und zahlt einen stattlichen Preis.
Der Name Ulenköper, „Eulenkäufer“, stammt aus einem Wortspiel: Ein Uelzener Kaufmann kaufte einem Bauern einen Sack voller „Baarftgaans“ (Barfußgeher) ab, verstand „Barkhahns“ (Birkhähne) und zahlte einen stattlichen Preis. Der Bauer wandte ein, Eulen gingen barfuß; der Richter lachte und gab ihm Recht. Daher heißen die Uelzener bis heute Ulenköper.
Das Standbild befindet sich im Zentrum von Uelzen, leicht zu erreichen auf einem Spaziergang durch die Altstadt. Die beste Zeit für Fotos ist außerhalb der Stoßzeiten, wenn weniger Menschen um das Kunstwerk herum sind.
Nach einer lokalen Überlieferung soll das Reiben der Münze in der Statue, während man gleichzeitig Geld in der Tasche klingeln lässt, finanzielles Glück bringen. Diese Tradition wird von vielen Besuchern praktiziert, was die Münze über die Jahre blank poliert hat.
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