Comeniusstraße 32, Denkmalgeschützte Villa im Stadtteil Johannstadt, Dresden, Deutschland
Die Villa in der Johannstadt ist ein zweistöckiges Wohngebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert mit Sandsteinelementen an den Fassaden. Im Inneren befinden sich aufwendig gestaltete Holzdecken mit Einlegearbeiten und künstlerisch geschmiedete Treppengeländer.
Die Villa wurde 1906 von Architekt Heinrich Tscharmann erbaut und diente später als Wohnresidenz für einen hohen Funktionär des NS-Staates. Das Gebäude hat mehrere Funktionswechsel erlebt und beherbergt seit 1998 Geschäftsräume.
Das Gebäude zeigt Merkmale der Neobarock-Architektur mit dekorativen Skulpturen, die von dem bekannten Bildhauer Karl Groß stammen. Die Innenräume wurden von Oswin Hempel gestaltet und zeigen handwerkliche Details, die noch heute sichtbar sind.
Das Gebäude ist in einem gemischten Wohngebiet leicht zugänglich und kann von außen betrachtet werden. Da die Räume heute kommerziell genutzt werden, ist ein Besuch im Inneren von der Zugänglichkeit der jeweiligen Mieter abhängig.
Im Garten des Hauses wurde 1943 ein privater Schutzbunker aus Stahlbeton errichtet, eine der wenigen zivilen Schutzanlagen dieser Art in der Stadt. Dieser unterirdische Raum zeigt den alltäglichen Bezug zum Krieg, den die wohlhabenden Bewohner der Stadt erlebten.
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