Distelrather Kapelle, Neugotische Filialkirche in Düren, Deutschland.
Die Distelrather Kapelle ist eine römisch-katholische Kapelle in Distelrath, einem Ortsteil von Düren. Ihr quadratischer Turm aus rauen, hellbraunen Bruchsteinblöcken mit steilem Schieferspitzhelm und kreuzförmigen Eisenankern ist der älteste Teil, wohl aus dem 12. Jahrhundert. Das neugotische Kirchenschiff von 1873 nach Plänen des Kölner Architekten Franz Schmitz hat ein spitzbogiges Maßwerkfenster.
Der Glockenturm diente ursprünglich als Befestigungsbauwerk und ist die älteste noch erhaltene Kirchenkomponente in Düren. Die Umbauarbeiten des 19. Jahrhunderts veränderten das Gebäude grundlegend und gaben ihm sein heutiges Aussehen.
Die Kapelle ist den Aposteln Simon und Judas Thaddäus geweiht und gehört zur Pfarre St. Lukas Düren. Im Ort heißt sie Ühledömche, „Eulendömchen“, nach den früher im Turm nistenden Eulen; heute brüten dort Turmfalken. Eine volkstümliche Deutung führt den Namen auf den heiligen Egilhardus zurück, genannt Zint Uehles, der 881 von den Normannen getötet wurde.
Das Gebäude liegt in einem ruhigen Bereich von Düren und ist leicht zu Fuß erreichbar. Ein Unterstützungsverein kümmert sich seit 2013 um die Instandhaltung, daher ist das Gebäude regelmäßig gepflegt.
Die ältesten Bruchsteinpartien des Turms stammen aus dem 12. Jahrhundert, das Glockengeschoss aus Ziegelstein wohl von der Erneuerung des Kirchenschiffs 1599. Heute nisten Turmfalken im Turm. Der mundartliche Name Ühledömche bedeutet „Eulendömchen“, kleiner Dom mit früher nistenden Eulen.
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