Haus Kambach, Wasserschloss in Kinzweiler, Eschweiler, Deutschland
Das Schloss Kambach ist eine Wasserburg in Kinzweiler bei Eschweiler und besteht aus einem rechteckigen zweistöckigen Hauptgebäude mit steiledem Dach und einem markanten Turm, das von einem breiten Graben auf einer Insel umgeben ist. Die Anlage hat heute eine Gaststätte im Erdgeschoss und wird von einem Golfplatz umgeben, der die historischen Gründe umgestaltet hat.
Haus Kambach wurde 1463 erstmals urkundlich erwähnt, als Jakob Adam von Broich es als Lehen der Kölner Dompropstei hielt; dieses Lehnsverhältnis bestand bis zur napoleonischen Zeit. 1686 verkaufte die Witwe Daniel von Hetzingens die Anlage für 7.000 Reichstaler an Simon Matthias Gilles, 1699 ging sie an Johann Bernhard von Cotzhausen, der das alte Herrenhaus bis 1701 weitgehend abreißen und neu errichten ließ.
Der Name stammt vom Kambach, der bis ins 19. Jahrhundert Combach hieß, aus zwei Quellen im nahen Kambachwäldchen entspringt und den Wassergraben um das Herrenhaus speist. Das Rundbogenportal aus Blaustein im Südflügel des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes, einst an der Ostseite gelegen, trägt die Jahreszahl 1701 und das Allianzwappen der Familien von Cotzhausen und von Gangelt.
Die Anlage liegt zwischen Kinzweiler und St. Jöris; seit 1992 dient das Herrenhaus als Restaurant, Bistro und Golfheim. Die Vorburg wurde bis 1990/91 landwirtschaftlich genutzt. Das Hauptgebäude steht auf einer Insel in einer breiten Gräfte, erreichbar über eine vierjochige Backsteinbogenbrücke, deren letztes Stück früher eine hölzerne Zugbrücke war.
Die südöstliche Ecke des Schlosses wird von einem Turm mit achteckiger Haube und Laterne gekrönt, ein ungewöhnliches architektonisches Detail. Zwei barocke Vasen mit Darstellungen von Perseus-Szenen befinden sich im westlichen Garten und sind für Besucher sichtbar.
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