Deutsches Literaturarchiv Marbach, Literaturarchiv und Museum in Marbach am Neckar, Deutschland
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach ist ein Forschungsinstitut und Museum, das Handschriften, Briefe und persönliche Papiere von deutschen Schriftstellern sammelt und ausstellt. Die Sammlung umfasst Material aus über zwei Jahrhunderten und bietet Besuchern Einblick in die Entstehungsprozesse wichtiger literarischer Werke.
Das Archiv wurde 1955 gegründet und entstand aus dem Wunsch, deutschsprachige Literatur systematisch zu bewahren und für die Forschung zugänglich zu machen. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs die Institution durch Ankäufe wichtiger Sammlungen, darunter bedeutende Bestände vom Cotta-Verlag und von namhaften Schriftstellerfamilien.
Der Name Marbach ist mit Friedrich Schiller verbunden, der dort 1759 geboren wurde; die Deutsche Schillergesellschaft, Trägerin des Archivs, ging aus dem Schiller-Nationalmuseum hervor. Das von David Chipperfield entworfene Literaturmuseum der Moderne wurde 2006 eröffnet und zeigt auf 1.000 m² Exponate des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, darunter rund 9.200 Archivkästen der Verlage Suhrkamp und Insel im Siegfried Unseld Archiv.
Archiv, Schiller-Nationalmuseum, Literaturmuseum der Moderne und Collegienhaus bilden einen gemeinsamen Komplex auf der Anhöhe über Marbach am Neckar. Das vom Briten David Chipperfield geplante Literaturmuseum der Moderne wurde am 6. Juni 2006 eröffnet und zeigt auf 1.000 m² Exponate des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Das 1993 eröffnete Collegienhaus bietet 30 Appartements für forschende Gäste, Autoren und Stipendiaten.
Das Archiv besitzt eine umfangreiche Sammlung von Erstausgaben und Originalmanuskripten von Friedrich Schiller, dessen Geburtshaus sich in unmittelbarer Nähe befindet. Diese Verbindung zwischen dem Leben des Dichters und seinen Werken macht Marbach zu einem Ort, wo man die Spuren großer literarischer Persönlichkeiten folgen kann.
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