Deserteurdenkmal, Denkmal für Militärdeserteure in Neustadt, Hamburg, Deutschland
Das Deserteurdenkmal ist ein Denkmal fur Militar-Verweigerer in der Neustadt von Hamburg. Die Struktur besteht aus einer dreieckigen Form mit Bronzegittern, auf denen Inschriften eingraviert sind, und einer Betonmauer zur Dammtordamm-Strasse hin.
Das Denkmal erinnert an 227 Soldaten der Wehrmacht, die wahrend des Zweiten Weltkriegs in Hamburg hingerichtet wurden, weil sie sich weigerten, im Militardienst zu dienen. Diese Opfer repraesentieren einen Teil des Widerstands gegen das Naziregime von innen heraus.
Der Name des Denkmals verweist auf die Soldaten, die sich dem Militärdienst widersetzten und dafür hingerichtet wurden. Besucher können einzelne Namenblöcke auswählen und sich dabei an die konkreten Personen erinnern, deren Schicksale mit diesem Ort verbunden sind.
Das Denkmal ist zu Fuss von der Station Stephansplatz erreichbar und liegt in der Naehe anderer Kriegserrinnerungsstaetten. Der Zugang ist frei und die interaktiven Namenblockke sind von aussen erreichbar.
Die Bronzegitter des Denkmals enthalten Verse aus dem Gedicht Deutschland 44 von Helmut Heissenbüttel, eines der wenigen Kunstwerke, die sich unmittelbar mit der Realitat der Fahnenflucht auseinandersetzen. Dieses poetische Element verleiht dem Ort eine unerwartete kulturelle Tiefe, die uber eine blosse Namenstafel hinausgeht.
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