Kino Aladin, Ehemaliges Kino in Lehe, Bremerhaven, Deutschland.
Das Kino Aladin ist ein Lichtspielhaus in Lehe, das sich durch ein auffälliges flaches Dach auszeichnet, das zur Straßenfront hin ansteigt und ein leuchtendes Schild mit dem Namen des Hauses trägt. Das Auditorium im Obergeschoss hat eine ovale Form und wurde mit großem handwerklichen Geschick gestaltet, wobei die Saalform und die Leinwandanordnung harmonisch aufeinander abgestimmt waren.
Das Gebäude entstand zwischen 1955 und 1956 nach Entwürfen des Architekten Heinz Feuerhack für den Filmhaendler Günter Hansel. Sein Bau fiel in die Zeit der großten Beliebtheit des Kinos in Deutschland, als solche Vergnügungsstätten noch zentrale Orte des Gesellschaftslebens waren.
Das Erdgeschoss war einst Treffpunkt für Nachbarn, die vor dem Kinobesuch in den vier Läden des Einkaufsbereichs stöberten und sich dann zum Schalter begaben. Diese Verbindung von Geschäft und Unterhaltung prägte den Alltag im Viertel und machte das Gebäude zu einem sozialen Zentrum.
Der Saal war ursprünglich für etwa 700 Besucher ausgelegt, wurde aber bei späteren Umbauten auf etwa 460 Plätze reduziert. Da das Kino ein geschütztes Denkmal ist, sollten Besucher damit rechnen, dass sich die Zugänglichkeit und Ausstattung von modernen Häusern unterscheiden könnte.
Das Kino verzichtet vollständig auf Fenster im Saal, um eine völlige Dunkelheit für die Filmvorführung zu garantieren. Diese radikale Gestaltungsentscheidung ist ein Beispiel für die Konsequenz, mit der Architekten damals Anforderungen des Mediums Film in die Bauform umsetzten.
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