Kastell Vemania, Römisches Reiterkastell in Isny im Allgäu, Deutschland
Castra Vemania ist ein spätrömisches Reiterkastell auf einer zwölf Meter hohen Moränenterrasse über der Unteren Argen, etwa zwei Kilometer östlich von Isny im Allgäu. Das Plateau misst 60–80 auf 40–45 Meter; die steilen Ost- und Nordhänge dienten als natürlicher Schutz, während ein Graben die West- und Südseite sicherte.
Das erste Lager entstand um 260 n. Chr.; unter Kaiser Probus (276–282) wurde das Kastell in eine neue Kastellkette vom Bodensee bis zur Illermündung eingebunden und mehrfach umgebaut und verstärkt. Es sicherte die Fernstraße von Augsburg über Kempten nach Bregenz, die hier zugleich die Grenze bildete. Vermutlich ist die Befestigung die Keimzelle des 1043 erstmals erwähnten Isny.
Der Name Vemania erscheint in der Tabula Peutingeriana, im Itinerarium Antonini und in der Notitia dignitatum; das Kastell war also eine belegte Station an der Straße von Augsburg zu den Alpenpässen. Im 19. Jahrhundert nahm man an, der Name Isny leite sich von einem Tempel der Göttin Isis beim Kastell ab. Der angrenzende Weiler Bettmauer ist nach dem aufgehenden Mauerwerk der Kastellruine benannt, das bis ins Mittelalter sichtbar blieb.
Die Kastellfläche liegt rund zwei Kilometer östlich des Isnyer Ortsrandes zwischen Kleinhaslach und dem Weiler Bettmauer im Ortsteil Burkwang auf einer Moränenterrasse über der Talaue der Unteren Argen. Das Plateau ist schmal, Ost- und Nordhang fallen steil ab; festes Schuhwerk ist daher ratsam. Der Zugang ist von den umliegenden Wegen aus beschildert.
Der Name des Kastells erscheint in der Tabula Peutingeriana, im Itinerarium Antonini und in der Notitia dignitatum; der Platz war also bedeutend genug für drei antike Straßen- und Verwaltungsverzeichnisse. Der angrenzende Weiler Bettmauer verdankt seinen Namen wohl dem noch im Mittelalter sichtbaren Mauerwerk der Kastellruine.
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