Heidenhöhlen, Künstliche in den Fels gehauene Kammern in Goldbach, Überlingen, Deutschland
Die Heidenhöhlen sind künstlich in den Molassesandstein des fast senkrechten Heidenlöcherfelsens westlich von Goldbach, einem Stadtteil Überlingens, gehauene Gänge und Kammern. Die Räume hatten fensterartige Öffnungen zum See und waren durch Türen und Verbindungsgänge verbunden, teils mit aus dem Fels gemeißelten Scheingewölben. Heute ist nur noch ein Raum sichtbar, der nicht zugänglich ist.
Die Heidenhöhlen sind künstlich in den Molassesandstein des Heidenlöcherfelsens bei Goldbach gehauene Gänge und Kammern mit mittelalterlichen Architekturmerkmalen; ihre genaue Herkunft ist unbekannt. Im 18. Jahrhundert wohnten zeitweise Arme und Obdachlose darin, die Stadt Überlingen ließ Teile zerstören, um sie zu vertreiben. 1846 sprengte man für die Bodensee-Uferstraße (die spätere B 31) eine Schneise durch den Fels; seit 1954 ist der Zugang gesperrt, 1960 stürzte der östliche Teil nach einem Unwetter ein, danach wurden weitere Teile gesprengt.
Der Name Heidenhöhlen, früher Heidenlöcher, verbindet die in den Fels gehauenen Räume mit Volkserzählungen über heidnische Bewohner, obwohl ihre mittelalterlichen Architekturmerkmale auf eine andere Herkunft deuten. Im 19. Jahrhundert wurden die unbewohnten, urtümlich wirkenden „Felsenwohnungen“ zur Attraktion der frühen Bodenseetouristen.
Die Höhlen liegen im Heidenlöcherfelsen westlich von Goldbach, einem Stadtteil Überlingens, nicht bei Stockach. Der Zugang ist seit 1954 wegen zunehmender Klüfte im weichen Molassesandstein gesperrt, und 1960 stürzte der östliche Teil bei einem Unwetter ein. Von unten ist nur noch ein Raum zu sehen, über der vielbefahrenen B 31 und hinter dichtem Dornengestrüpp.
Die Höhlen wurden durch den in den 1890er Jahren gebauten Eisenbahnbau nicht beeinträchtigt, obwohl dies oft behauptet wird. Der östliche Teil stürzte 1960 bei einem Unwetter ein, weitere Teile wurden danach zur Sicherung der nahen Straße gesprengt.
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