Dinglingerbrunnen, Barockbrunnen am Neuen Gewandhaus, Dresden, Deutschland.
Der Dinglingerbrunnen ist ein barocker Brunnen beim Neuen Gewandhaus in Dresden, dessen Becken auf einer zweigeschwänzten Kreatur ruht. Die Fontäne zeigt aufwändige Verzierungen mit Muscheln, Delfinen und Pilastern, gekrönt von einer doppelt geöffneten Muschelschale mit einer goldenen Perle.
Der Brunnen entstand nach 1718 im Auftrag des Hofgoldschmieds Dinglinger und stand ursprünglich in dessen Hausinnenhof beim Dresdner Neumarkt. Nach der Zerstörung durch die Bombardements von 1945 rekonstruierte Bildhauer Werner Hempel die Überreste und baute sie 1966 beim Gewandhaus wieder auf.
Der Name des Brunnens erinnert an den Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger, dessen Familie eng mit Dresdens Kunstgeschichte verbunden war. Die Verzierungen mit Muscheln, Delfinen und Bacchusköpfen sprechen für den Wohlstand und die Raffinesse, die in dieser Zeit geschätzt wurden.
Die Fontäne befindet sich auf dem Grundstück des Gewandhaus-Hotels und ist von außen einsehbar, auch wenn das Hotel selbst nicht öffentlich zugänglich ist. Die beste Zeit zum Fotografieren ist in den Morgenstunden oder bei gedimmtem Licht, wenn die Verzierungen deutlicher sichtbar werden.
Der Brunnen blieb von 1945 bis 2008 trocken, da Rohrbeschädigungen durch die Elbeflut von 2002 sein Wasserwerk zerstört hatten. Die Wiederinbetriebnahme im Mai 2008 bedeutete seine Rückkehr nach mehr als sechs Jahrzehnten zu seinem ursprünglichen Funktionszustand.
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