Drüggelter Kapelle, Religiöse Kapelle in Möhnesee, Deutschland
Die Drüggelter Kapelle steht auf dem Grundstück des Hofes Schulte-Drüggelte zwischen Delecke und Körbecke, nördlich des Möhnesees. Ihre weißen Außenmauern bilden ein Zwölfeck, abgeschlossen von einem schiefergedeckten Dach mit kleinem Glockentürmchen; Vorhalle und Apsis durchbrechen die Symmetrie. Im Inneren tragen 16 in zwei Ringen angeordnete Säulen, davon 12 im äußeren Kranz, das Kreuzgewölbe des nur etwa 11 m messenden Raumes.
Das Bauwerk stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde erstmals 1217 dokumentiert, als es in Verbindung mit einer Reise ins Heilige Land erwähnt wurde. Seine Entstehung fällt in eine Zeit, als die Region von Arnsberger Grafen geprägt wurde.
Die Kapelle wird heute als Veranstaltungsort genutzt und beherbergt regelmäßig Kammerkonzerte sowie das Drüggelter Kunst-Stückchen Musikfestival. Diese Nutzung verbindet den religiösen Charakter des Ortes mit zeitgenössischem Kulturleben.
Die Kapelle liegt auf dem Grundstück des Hofes Schulte-Drüggelte, rund 500 m nördlich des Möhnesee-Nordufers und etwa 260 m ü. NHN auf einem Höhenrücken zwischen Delecke und Körbecke. Zu Fuß ist sie über die umliegenden Wirtschaftswege erreichbar; der Eingang liegt in der kleinen Vorhalle der Frontfassade. Eine steinerne Bank läuft um die Außenmauer, und durch die dunkle Kassettentür unter dem Giebelfenster gelangt man ins Innere.
Bei Renovierungen in den 1930er Jahren fand man Reste ursprünglicher Wandmalerei, und unter hölzernen Einbauten kam eine große Einbaum-Truhe aus Eichenholz zum Vorschein; eine dendrochronologische Untersuchung Anfang der 1970er Jahre datierte ihre Anfertigung auf etwa 1172. Die Truhe zählt zu den ältesten datierten Gegenständen der Kapelle.
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