Herzogsgrab, Neolithisches Dolmen in Vorpommern-Rügen, Deutschland.
Das Großsteingrab Alt Reddevitz, auch Herzogsgrab genannt, ist ein neolithischer Dolmen auf der Halbinsel Mönchgut der Insel Rügen. Die etwa 5,40 Meter lange Grabkammer wird an den Längsseiten von je vier Steinen gebildet und im Norden durch einen größeren Stein abgeschlossen. An der Südseite befindet sich ein Windfang aus zwei aufrecht stehenden Steinplatten; ein Deckstein von sechs Tonnen ist erhalten, zwei weitere sind zerbrochen.
Der Großdolmen mit der Sprockhoff-Nr. 509 entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. durch die Trichterbecherkultur. Der Lehrer und Heimatdichter Fritz Worm suchte seit 1920 nach einer Sage nach dem Grab und fand es 1922 unter Strauchwerk und Moos am Waldweg zwischen Alt Reddevitz und Göhren. Franz Klinghardt untersuchte es 1922 bis 1924; die Universität Greifswald öffnete die Kammer um 1960 erneut und barg Scherben von mindestens 26 Gefäßen, 22 Flintbeile und 56 Pfeilspitzen.
Der Name Herzogsgrab geht auf eine Sage zurück, von der der Alt Reddevitzer Lehrer und Heimatdichter Fritz Worm um 1920 erfuhr; auf der Suche nach dem beschriebenen Ort fand er die überwachsene Anlage 1922 am Waldweg zwischen Alt Reddevitz und Göhren. Die Grabungen 1922–1924 und um 1960 erbrachten die Reste von etwa 40 Menschen, Urnen und Grabbeigaben.
Die archäologische Stätte liegt an lokalen Wegen und Wanderpfaden, die von Middelhagen aus erreichbar sind und das ganze Jahr über frei zugänglich bleiben. Der Ort befindet sich in offener Landschaft, daher ist gutes Schuhwerk und Wetterschutz ratsam, besonders bei windigem oder regnerischem Wetter.
Die Grabkammer ist etwa 5,40 Meter lang, an den Längsseiten von je vier Steinen gebildet und im Norden durch einen größeren Stein abgeschlossen; an der Südseite steht ein Windfang aus zwei Steinplatten. Ein Deckstein von sechs Tonnen ist in Originalgröße erhalten, zwei weitere sind zerbrochen. Die Funde, darunter Keramik von mindestens 26 Gefäßen und 56 Pfeilspitzen, liegen in der Sammlung der Universität Greifswald.
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