Doppelbrücke, Fußgängerbrücke in Bad Muskau
Die Doppelbrücke ist eine Fußgängerbrücke aus Stein, die den Fluss Lausitzer Neiße zwischen Deutschland und Polen überquert und zwei Teile des Fürst-Pückler-Parks verbindet. Die Struktur besteht aus großen Steinen und erstreckt sich über das Wasser, wobei ihre einfache Architektur sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügt.
Die ursprünglichen Brückenkonstruktionen entstanden in den frühen 1800er Jahren aus Holz, wurden aber 1867 mit Stein wieder aufgebaut, um größere Haltbarkeit zu erreichen. Nach ihrer Zerstörung im Jahr 1945 während des Zweiten Weltkriegs blieb die Stelle jahrzehntelang ohne Brücke, bis sie 2003 nach historischen Plänen und Fotografien getreu rekonstruiert wurde.
Die Doppelbrücke trägt ihren Namen, weil sie aus zwei separaten Brückenkonstruktionen besteht, die auf einer kleinen Insel zusammentreffen. An dieser Stelle können Besucher die unterschiedlichen Landschaftsstile der beiden Parkseiten wahrnehmen: auf der deutschen Seite offene Rasenflächen und Blumenbeete, auf der polnischen Seite Waldflächen und Wanderpfade.
Die Brücke ist ausschließlich für Fußgänger zugänglich und relativ schmal, daher sollte man sich auf ruhige Fortbewegung einstellen und bei vielen Menschen gegenseitig Platz machen. Vor oder nach der Überquerung lohnt es sich, am Wasser zu verweilen und die Aussicht auf die umliegende Parklandschaft zu genießen.
Die Brücke trifft auf einer kleinen Insel zusammen, auf deren südlichem Ende sich ein altes Wasserkraftwerk befindet, das man beim Überqueren überblicken kann. Dieses kleine Industrie-Detail zeigt, wie die Wasserkraft der Neiße über Generationen hinweg genutzt wurde.
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