Kastell Osterburken, Römische Ausgrabungsstätte in Osterburken, Deutschland.
Das Castra von Osterburken ist eine römische Militäranlage im heutigen Baden-Württemberg, bestehend aus einem Hauptlager und einem angebauten Annexlager, deren steinerne Grundmauern, Gräben und Mauerabschnitte noch heute sichtbar sind. Die Anlage liegt auf einer Anhöhe und erstreckt sich über ein weitläufiges, heute als Limes-Park zugängliches Gelände.
Das Lager wurde im 2. Jahrhundert errichtet, als die Römer ihre Nordgrenze in der Provinz Germania Superior durch eine Kette von Befestigungen sicherten, die heute als Obergermanisch-Raetischer Limes bekannt ist. Das Annexlager wurde später hinzugefügt, vermutlich um zusätzliche Truppeneinheiten oder Versorgungseinrichtungen unterzubringen.
Die Anlage liegt im Limes-Park Osterburken, wo Besucher entlang der erhaltenen Grundmauern spazieren und die Grundrisse beider Lagerbereiche direkt am Boden ablesen können. Informationstafeln erklären auf verständliche Weise, wie das tägliche Leben der Soldaten in diesen Mauern ausgesehen haben könnte.
Das Gelände ist zu Fuß gut begehbar; festes Schuhwerk empfiehlt sich, da einige Bereiche unbefestigte Wege aufweisen. Ein rekonstruierter römischer Wachturm gibt einen anschaulichen Eindruck davon, wie die Grenzanlagen einst ausgesehen haben könnten.
Während die meisten Römerkastelledes Limes nur ein einziges Lager umfassen, besitzt Osterburken ein angebautes Annexlager, das vermutlich einer Reitereinheit diente, die mehr Platz für Pferde und Ausrüstung benötigte. Dieses Merkmal ist entlang des gesamten Limes sehr selten und macht die Anlage für Archäologen besonders interessant.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.