Marienmünster Dießen, Barockkirche in Dießen am Ammersee, Deutschland
Das Marienmünster ist ein einschiffiger Wandpfeilerbau, den Johann Michael Fischer zwischen 1732 und 1739 errichtete. Die Westfassade zeigt graue Pilaster, ein Rundbogenportal mit dunkler Holztür, zwei ovale Fenster, drei hohe Rechteckfenster und ein goldenes Emblem; darüber stehen eine Statue mit Heiligenschein und ein goldener Stern. Der Turm trägt eine Uhr und eine dunkle Zwiebelkuppel mit Spitze.
Der aktuelle Bau entstand ab 1720 unter Propst Ivo Bader, wobei der bekannte Architekt Johann Michael Fischer die Endform des Gebäudes gestaltete. Diese Zusammenarbeit prägte die barocke Architektur vor Ort nachhaltig.
Der Name Marienmünster, den die Pfarrkirche 1989 durch Bischof Josef Stimpfle erhielt, verweist auf ihre Weihe an Maria. Im Langhausfresko malte sich Bergmüller im weißen Arbeitskittel und mit blauer Malerkappe, wie er den Eintritt der hl. Mechthild in das Dießener Chorfrauenstift St. Stephan beobachtet. Das Kuppelfresko von 1736 versammelt 28 Heilige und Selige des Hauses Andechs-Meranien um Christus.
Das Gebäude ist am Klosterhof 10A gelegen und verfügt über reguläre Öffnungszeiten für Besuche und Gottesdienste. Besucher sollten bedenken, dass während Andachten und Messen Eintritt eingeschränkt sein kann.
Karl Richter nahm 1969 in der Kirche Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe auf. Die dabei verwendete Orgel von Caspar König (um 1739) wurde 1878 umgebaut und 1959 von Orgelbau Schmid restauriert; 1984–1987 kamen ein Schwellwerk und weitere Register hinzu, sodass das Instrument heute 39 Register auf drei Manualen und Pedal hat.
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