Ostenfriedhof Dortmund, Friedhof in Innenstadt-Ost, Dortmund, Deutschland
Der Ostenfriedhof ist eine 16 Hektar große Begräbnisstätte in Dortmund mit schattenspendenden Baumreihen, Gedenkstätten und Verwaltungsgebäuden auf dem gesamten Gelände. Hunderte aufwändig gestaltete Grabmale prägen das Bild und zeigen die handwerkliche Qualität verschiedener Epochen.
Als zweiter städtischer Friedhof Dortmunds wurde er am 1. April 1876 eröffnet, als die Einwohnerzahl seit 1811 von etwa 4.000 auf über 50.000 gestiegen war. Feld 14 diente seit 1898 jüdischen Bestattungen, Feld 14a den Erwachsenen und Feld 14b den Kindern. Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage wiederhergestellt und zwischen 1950 und 1955 um die Felder 24 bis 28 erweitert.
Der Name des Friedhofs verweist auf seine Lage östlich der Altstadt; im Volksmund heißt er auch Ostpark. Auf Feld 16 steht Benno Elkans geflügelter Engel von 1909 auf dem Grab der Familie Röttgers und hält eine Tafel mit dem Ludwig-Jacobowski-Zitat „DEM AUGE FERN, DEM HERZEN EWIG NAH“. Elkan, ein jüdischer Bildhauer aus Dortmund, schuf zahlreiche Grabskulpturen des Friedhofs.
Der Friedhof liegt in der Nähe der Robert-Koch-Straße und bietet sich für einen ruhigen Spaziergang an mit klaren Wegweisern zu den verschiedenen Bereichen. Besucher sollten ausreichend Zeit für das Erkunden einplanen, da das Gelände weitläufig ist und zu Fuß begangen wird.
Feld 14 wurde 1898 zum jüdischen Teil, wobei 14a den Erwachsenen und 14b den Kindern vorbehalten war; drei direkte Bombentreffer trafen diese kleine Fläche im Zweiten Weltkrieg, was die Bomben verschonten, wurde geplündert. Nach 1945 ließ die Stadt die beiden Reihenfelder einebnen, Rasen aussäen und neue Wege anlegen; daneben steht ein Denkmal für die Dortmunder Juden, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden. Jüdische Bestattungen wurden ab 1936 eingeschränkt und 1943 eingestellt.
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