Dreifaltigkeitskirche, Gotisches Kirchengebäude in Alsfeld, Deutschland
Die Dreifaltigkeitskirche ist eine zweischiffige gotische Hallenkirche im Südwesten Alsfelds, 45 Meter lang und 10,5 Meter breit, mit steilem Satteldach und einem vollständig verschieferten oktogonalen Dachreiter, dessen Wetterfahne als Löwe mit dem Buchstaben A gestaltet ist. Das rustikale Bruchsteinmauerwerk ist nur an Fenstern, Strebepfeilern und Portalen profiliert; 14 gotische Spitzbogenfenster belichten den Innenraum, dessen Kreuzrippengewölbe auf Konsolen im oberen Wanddrittel ruht. Das schmalere dreijochige nördliche Seitenschiff ist über zwei achteckige Pfeiler mit dem Langhaus verbunden.
Das Kloster wurde wahrscheinlich Ende des 13. Jahrhunderts gegründet und erhielt bereits vor 1300 eine Kirche. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die dreijochige Halle erneuert, um 1400 der Chor. Zwischen 1415 und 1436 wurde das Schiff um drei Joche verlängert und ein dreijochiges Seitenschiff angebaut. Nach der Reformation 1525 und der Aufhebung des Klosters 1527 blieb die Kirche ungenutzt, bis eine Stiftung von Volkmar Stamm aus Lauterbach ab 1662 die Wiederherstellung ermöglichte; am 30. Mai 1664 wurde sie als evangelische Dreifaltigkeitskirche eingeweiht.
Die Kirche dient der evangelischen Gemeinde Alsfeld als Winterkirche und wird für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt. Besucher können die Funktion des Ortes in der heutigen Gemeinschaft unmittelbar erleben.
Die Kirche ist für Besucher zugänglich und bietet Führungen durch das evangelische Pfarramt an. Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs befinden sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes.
Die Kirche wurde ohne Turm erbaut; ihr barocker oktogonaler Dachreiter ist vollständig verschiefert und trägt eine Wetterfahne in Form eines Löwen mit dem Buchstaben A. Er beherbergt vier Glocken aus den Jahren 1742, 1747 und 1962 im Wachet-auf-Motiv.
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