Heilig-Kreuz-Kirche, Jesuitenkirche in Landsberg am Lech, Deutschland.
Die Heilig-Kreuz-Kirche liegt auf einer Anhöhe über der Altstadt von Landsberg am Lech, ein weiß verputzter Bau mit breitem rotem Ziegeldach. Das einschiffige Langhaus hat Seitenkapellen zwischen pilastergegliederten Pfeilern, der Chor umfasst drei Langjoche mit Apsis, an der Nordseite steht eine zweigeschossige Sakristei. Zwei grüne Zwiebeltürme rahmen die Westfront, davor ein Vorraum mit zwei Emporen.
Graf Schweikhard von Helfenstein gründete 1575 das Jesuitenkolleg und seine Kirche und legte 1576 den Grundstein; bei der Eröffnung 1578 war Petrus Canisius anwesend. Die erste Kirche wurde zwischen 1752 und 1754 unter dem Dillinger Jesuitenbaumeister Joseph Ignaz Merani durch einen Neubau ersetzt und 1754 geweiht. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 kamen Kirche und Kloster an die Malteser, und die Kirche führte seither den Namen Malteserkirche.
Die Kirche ist als Noviziatskirche konzipiert, und ihre Ausstattung zeigt die Ordensheiligen als Vorbilder für die Jugend: Aloisius von Gonzaga, Francisco de Xavier, Ignatius von Loyola, Paul Miki und Gefährten sowie Stanislaus Kostka. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 kam sie an die Malteser und trägt seither den Namen Malteserkirche.
Die Kirche liegt auf einer Anhöhe über der Altstadt, neben dem alten Jesuitenkolleg im Norden und dem ehemaligen Jesuitengymnasium, heute Neues Stadtmuseum, im Süden. Der Innenraum wird über einen Vorraum zwischen den beiden Westtürmen betreten, über dem sich zwei Emporen befinden. Die Orgel von Augustin Simnacher (1756) wurde 1986–1988 von Georg Jann restauriert und 2023 von Friedemann Seitz renoviert.
Der Hauptaltar wurde 1758 von Johann Baptist Baader geschaffen und zeigt eine zentrale Kreuzigungsszene, die den gesamten Altarbereich beherrscht. Baaders Handwerk verbindet Bildhauerei und Schnitzkunst auf eine Weise, die das Auge des Besuchers sofort anzieht.
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