St. Magnus, Katholische Pfarrkirche in Rammingen, Deutschland
St. Magnus ist eine weiß und blassgelb verputzte katholische Pfarrkirche in Unterrammingen, etwas zurückgesetzt neben der Hauptstraße zwischen Bauernhöfen. Der untere Teil zeigt eine geschwungene weiße Wand mit einem dunklen Kruzifix in einer eingetieften Bogenische; darüber ein braunes Satteldach mit kleiner Dachgaube. Rechts steht ein hoher quadratischer Turm mit waagerechten weißen Bändern, vier Reihen schmaler Öffnungen, dunklen Doppelfenstern, grüner Zwiebelhaube und Kreuz.
1565 wurde die Pfarrei nach Auflösung der Frühmessstiftung Mattsies wiederhergestellt, 1598 kam sie an die Fugger. Da die mittelalterliche Kirche baufällig war, beantragte Pfarrer Joseph Anton Germiller 1761 in München einen Neubau. Hofbaupolier Ignaz Prechler zeichnete die Pläne, 25.000 Ziegel der abgebrochenen Burg Angelberg wurden verbaut; 1767 bis 1768 entstand der Bau für 5581 Gulden und 20 Kreuzer. Die Weihe erfolgte erst 1818 durch Weihbischof Franz Karl Fürst zu Hohenlohe.
Die Kirche ist dem heiligen Magnus geweiht, dessen Verehrung die Pfarrei seit dem Mittelalter prägte. Das Hochaltarbild mit der Darstellung des Heiligen, 1732 von Joseph Anton Hafner aus Türkheim gemalt, gilt als verschollen. Die Pfarrei gehört heute zur Pfarreigemeinschaft Mattsies; bekannt ist die Kirche vor allem für ihre barocke Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert.
Die umfriedete Kirche steht etwas zurückgezogen neben der Hauptstraße zwischen Bauernhöfen, der Friedhof liegt an der Ostseite. Sie ist geostet, und der massive Turm steht seitlich an der Chorflanke. Der Zugang zum Inneren hängt von der Pfarreigemeinschaft Mattsies ab; erkundigen Sie sich vor einem Besuch vor Ort.
Der Orgelprospekt von 1775 zählt zu den schönsten in Schwaben. Die barocke Ausstattung der Kirche stammt zum größten Teil aus dem 18. Jahrhundert; das 1732 von Joseph Anton Hafner aus Türkheim gemalte Hochaltarbild mit dem heiligen Magnus gilt als verschollen.
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