Haus Herbede, Herrenhaus in Witten, Deutschland.
Haus Herbede ist ein ehemals von Gräften umgebenes Rittergut im Wittener Stadtteil Herbede mit einer mauerumwehrten Vorburg und einem nach 1540 errichteten Haupthaus, das um 1563 mit älteren Steinhäusern zu einer Vierflügelanlage um einen zentralen Innenhof verbunden wurde. Es liegt im Ruhrtal unweit des Kemnader Sees.
Die Anfänge der Anlage reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. 1225/27 hielt Arnold von Didinghofen Herbede als Lehen des Klosters Kaufungen; ab 1311 wohnte die Familie von Elverfeldt hier als Burgmannen. Im 14. Jahrhundert ersetzten ein Steinhaus und ein anschließender Turm die Holzbauten. Um 1500 beschädigte ein großer Brand die Anlage stark; 1540 entstand ein unterkellerter Neubau, der um 1563 mit den bestehenden Steinhäusern zu einer Vierflügelanlage mit Innenhof verbunden wurde. Die protestantische Herbeder Linie der Elverfeldt erlosch 1889, der Besitz fiel durch Erbgänge an die Familien von Rheinbaben und von Gemmingen.
Der Name Herbede geht auf die Herrschaft zurück, die Arnold von Didinghofen 1225/27 vom Kloster Kaufungen zu Lehen erhielt. Heute unterhält das Wittener Standesamt ein Trauzimmer im Haus, und in den Räumen werden wechselnde Kunstausstellungen gezeigt; das frühere Rittergut dient damit Hochzeiten und Galeriebesuchen.
Die Außenanlagen und der Innenhof sind frei zugänglich; die Gebäude werden für Veranstaltungen, Trauungen und Ausstellungen genutzt. Das Restaurant im Gewölbekeller ist seit Oktober 2016 geschlossen, mit einer Einkehr ist also nicht zu rechnen. Die Anlage liegt im Wittener Stadtteil Herbede, unweit des Kemnader Sees.
Bei Untersuchungen in den 1980er Jahren fand man im Keller von Haus Herbede Waffen, Rüstungsteile und allerlei Inventar. Vermutlich waren diese beim großen Brand um 1500 durch die Decken gestürzt und später nicht geborgen worden.
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