Schloss Wolkenburg, Schloss in Limbach-Oberfrohna, Deutschland
Das Schloss Wolkenburg ist ein Renaissanceschloss in Limbach-Oberfrohna, das auf einem steilen Felsen über der Stadt thront. Es beherbergt heute ein Museum mit Dauerausstellungen sowie Wechselausstellungen in seinen historischen Innenräumen.
Die Anlage wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts als Burg erbaut und ging 1635 an Heinrich Hildebrand von Einsiedel über. Zwischen 1694 und 1700 wurde sie zum Schloss umgebaut und der Park als Renaissancegarten gestaltet. Die Familie behielt das Schloss bis zur Enteignung 1945; nach Wohnnutzung ist es seit 1997 öffentlich zugänglich.
Der um 1790 mit Stuck des Oeser-Schülers Christian Unger ausgestattete Festsaal zählt zu den bedeutendsten frühklassizistischen Räumen Sachsens und dient seit 2004 für standesamtliche Trauungen. Die um 1760 eingerichtete runde, zweigeschossige Bibliothek war der erste Raum Sachsens mit neugotischen Elementen. 2019 schenkte die Familie von Einsiedel 59 Gemälde, 60 Grafiken und zwei eiserne Büsten, überwiegend Familienporträts des 17. bis 20. Jahrhunderts.
Das Schloss ist über eine Treppe vom umliegenden Park aus zugänglich, daher sind feste Schuhe empfehlenswert, da einige Wege steil und uneben sind. Ein Besuch lohnt sich zu allen Jahreszeiten, da neben der Dauerausstellung regelmäßig Sonderausstellungen stattfinden.
Ein früherer Besitzer des Schlosses gründete eine Eisengießerei in Lauchhammer und entwickelte dort neue Methoden zur Herstellung von Eisenskulpturen. Einige dieser Gussstücke sind noch heute auf dem Schlossgelände zu sehen.
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