Ehrenmal Marienfeld, Kriegerdenkmal am ehemaligen Klostereingang in Marienfeld, Deutschland.
Das Ehrenmal Marienfeld ist ein Kriegerdenkmal in einem ehemaligen Brunnenhäuschen des Klosters aus Baumberger Sandstein, das in den frühen 1950er Jahren hierher versetzt wurde. Der kreisrunde Pavillon von knapp 2,5 Metern Durchmesser hat vier Pfeiler, ein schiefergedecktes glockenförmiges Dach mit Weltkugel und lateinischem Kreuz sowie eine 1,6 Meter hohe Figur des heiligen Georg, der einen Drachen tötet, auf einem Sockel mit der Inschrift UNVERGESSEN und den Jahreszahlen 1914–18 und 1939–45.
Das Denkmal entstand zwischen 1952 und 1955 und nutzte ein Brunnenhaus aus dem 18. Jahrhundert wieder, das zum Kloster gehörte. Diese Umwandlung des historischen Bauwerks in ein Kriegsdenkmal verband die religiöse Vergangenheit des Ortes mit dem Gedenken an die Kriegsopfer.
Das Ehrenmal ist Mittelpunkt zweier jährlicher Gedenkveranstaltungen: einer Kranzniederlegung am Volkstrauertag und einer weiteren während des Heimat- und Schützenfestes. Der Heimatverein Marienfeld, der das Denkmal initiierte, organisiert beide. Das dreieckige Gehölz ringsum wird im Volksmund Kirmeswäldchen genannt.
Das Denkmal steht auf einem dreieckigen Platz namens Kirmeswäldchen, der von Buchen umgeben und durch niedrige Eisenketten begrenzt ist. Der Ort befindet sich südlich der Klosterstrasse und ist zu Fuß leicht zu erreichen.
Im Jahr 1954 riefen Anwohner zur Änderung der ursprünglichen Statue auf, was zum Austausch gegen eine neue Figur des Heiligen Georg führte. Der Bildhauer Hubert Hartmann schuf die heute sichtbare Statue, die das Ergebnis dieser lokalen Bürgerbeteiligung ist.
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