Eilenburger Chemiewerk, Chemischer Industriekomplex in Eilenburg, Deutschland
Das Eilenburger Chemiewerk ist ein Fabrikgelände in Sachsen an der Mulde, das aus mehreren Produktionsgebäuden und Lagerstätten besteht. Die Anlage umfasst Gebäude verschiedener Bauepochen, verbunden durch Straßen und ein ehemaliges Schienennetz, das Rohstoffe und fertige Produkte transportierte.
Das Werk entstand 1887, als ein Leipziger Industrieller es gründete und zunächst Zelluloid herstellte. Später diversifizierte sich die Produktion auf verschiedene Chemikalien und Kunststoffe, die das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg zu einem wichtigen Standort machten.
Das Werk zeigt Spuren der Industriekultur durch seine Gebäude und Maschinen, die noch heute an die Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts erinnern. Besucher sehen handwerkliche Details in den Produktionsstätten, die zeigen, wie Menschen hier täglich arbeiteten und Materialien verarbeiteten.
Das Gelände ist weitgehend offen zugänglich und lädt zu Fußgängerrouten ein, auf denen man die verschiedenen Gebäude und Anlagen erkunden kann. Die beste Zeit zum Besuch ist während des Tages mit guter Sicht auf die Strukturen, und festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Untergrund uneben sein kann.
1936 begann die Fabrik mit der Herstellung von Decelith, einem speziellen PVC-Kunststoff, der sich als langlebig und vielseitig für verschiedene Anwendungen erwies. Diese Produktlinie ist noch heute ein Teil der Fabrikation und zeigt die Kontinuität des Standorts über mehr als ein Jahrhundert hinweg.
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