Reichelsburg, Burgruine in Aub, Deutschland.
Die Reichelsburg-Ruine liegt auf erhöhtem Gelände in der Nähe von Aub und zeigt Überreste von Mauern, Türmen und befestigten Strukturen aus dem Mittelalter. Die Steinbauten demonstrieren, wie solche Festungen früher angelegt wurden, um das Tal und die darunter liegenden Gebiete zu überwachen.
Um 1230 als „Reigirberc“ erstmals erwähnt, war sie ein Lehen Bambergs der Brüder Hohenlohe-Brauneck. 1521 verkaufte Katharina von Königstein den Weinsbergischen Anteil für 49.000 Gulden an Fürstbischof Konrad von Thüngen. Am 22. April 1525 plünderten und zerstörten aufrührerische Bauern die Burg teilweise; ab etwa 1750 unbewohnt, dienten ihre Steine bis 1900 als Baumaterial, ehe der Verschönerungsverein Aub die Sicherung begann.
Seit 1996 richtet die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth jedes Jahr das Reichelsburgfest aus und knüpft damit an die Feste an, die Auber Vereine in den 1950er-Jahren auf der Ruine feierten. Die Gemeinschaft hilft zudem bei der Erhaltung und ließ 2000 die Truchsessbrücke errichten, benannt nach den Truchsessen von Baldersheim, die Amtmann auf der Burg waren.
Der Ort liegt auf einem Hügel außerhalb der Stadt Aub und ist über markierte Wanderwege erreichbar. Der Zugang ist relativ einfach, aber es gibt keine Besucherzentren oder umfangreiche Einrichtungen vor Ort.
Der 23,50 Meter hohe Bergfried mit 2,50 Meter dicken Mauern steht noch auf der Ostseite hinter einer zehn Meter hohen Schildmauer. Im Hof reicht ein gemauerter Brunnen 15 Meter tief hinab. Die 2000 errichtete Truchsessbrücke wurde auf den Fundamenten der früheren Zugbrücke gebaut.
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