Antoniterpräzeptorei St. Antonius, Tempzin, Religiöser Architekturkomplex in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.
Das Kloster Tempzin ist ein Architektur-Ensemble in Mecklenburg-Vorpommern und verbindet ein zweigeschossiges Warmhaus aus dem Jahr 1496 mit einer spätgotischen Kirche mit Dreischiffigkeit und einem einschiffigen Chor. Die Anlage bietet 15 Zimmer mit insgesamt 32 Betten, gemeinsame Sanitäranlagen auf jeder Etage und eine vollständig ausgestattete Küche für Gäste.
Das Kloster wurde 1222 von der Antoniter-Orden gegründet und diente zunächst als Wallfahrtsort für Pilger, die Heilung suchten. Nach der Säkularisierung im Jahr 1555 endete seine ursprüngliche religiöse Funktion.
Der Ort wird vier Mal im Jahr zum Treffpunkt für Menschen, die gemeinsam kurzzeitig als Gemeinschaft leben, arbeiten an Instandhaltung und Wiederherstellung und folgen spirituellen Praktiken.
Der Komplex ist besser zu erreichen, wenn man sich vorab orientiert und die Wege zwischen den verschiedenen Gebäuden erkundet. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe anzuziehen, um die historischen Strukturen und das Gelände angemessen zu erkunden.
Das Warmhaus war ein spezialisiertes Behandlungszentrum für Patienten mit einer rätselhaften Krankheit namens ignis sacer, die im Mittelalter gefürchtet war. Diese ungewöhnliche Funktion machte das Gebäude zu einem wichtigen Ort für die medizinische und spirituelle Pflege seiner Zeit.
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