Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen, Naturschutzgebiet in Luckau, Deutschland.
Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ist ein 3.300 Hektar großes Naturschutzgebiet im ehemaligen Braunkohletagebau Schlabendorfer Felder, südwestlich des Spreewaldes. Das Gelände vereint geflutete Tagebaurestlöcher, Sandtrockenrasen auf Kippböden und Steilwände, in denen Uferschwalben nisten. Seit 2000 erwirbt die Heinz Sielmann Stiftung die Flächen, damit sich die Natur ungestört entwickeln kann.
Von 1957 bis 1991 wurde im Tagebau Schlabendorfer Felder mit Baggern und Förderbrücken Braunkohle abgebaut, was Landschaft und Wasserhaushalt der Region veränderte. 1991 endete der Abbau, und ansteigendes Grundwasser füllte die Restlöcher allmählich. 1996 stellte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz erste Teile unter Naturschutz; seit 2000 hat die Heinz Sielmann Stiftung über 3300 Hektar für eine ungestörte Naturentwicklung erworben.
Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum vermittelt Umweltbewusstsein durch Ausstellungen zu Wasser, Pflanzen und Tieren der Region. Besucher können hier erleben, wie Natur in Lehrräumen und Gärten anschaulich gemacht wird.
Der Zugang zu Beobachtungspunkten und Wanderwegen ist ganzjährig möglich, beste Bedingungen findet man in den wärmeren Monaten. Das Gelände ist flach und leicht begehbar, erfordert aber festes Schuhwerk wegen feuchter Bereiche.
Hunderte Singschwäne aus Skandinavien und dem Baltikum nutzen das Gebiet als Rastplatz auf ihrem Zugweg. Einige Paare haben sich hier niedergelassen und brüten regelmäßig in dem Areal.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.662 Mitwirkenden weltweit.