Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, Ländliches Freilichtmuseum in Fladungen, Deutschland
Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen liegt am historischen Fladunger Bahnhof, dessen Gebäudeensemble zum Museum gehört. Auf dem Gelände wurden über 20 Gebäude sowie Nebengebäude und Kleindenkmäler wiederaufgebaut, die vor allem aus dem Grabfeld, den Haßbergen, dem Spessart und der Rhön stammen. Sie reichen vom Taglöhnerhaus bis zum Truchsess-Haus eines adeligen Grundherrn und umfassen Mühlen, eine Büttnerei, Kirche, Schule, Brauhaus und Schäferei.
Das Museum sammelt Gebäude aus mehreren Jahrhunderten, angefangen vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre, um zu zeigen, wie sich Bauweise und Lebensraum verändert haben. Jedes Haus erzählt von einer bestimmten Zeit und zeigt die Entwicklung von Architektur und Wohnkultur in der Region.
Das Museum hält gefährdete Rassen wie Gelbvieh, Rhönschaf und Bayerische Landgans und baut alte Sorten in den Gärten an. Zweimal im Monat wird das Backhäuschen aus Oberbernhards angeheizt. Das Wirtshaus „Zum Schwarzen Adler“ aus Alsleben von 1606 besitzt einen Jugendstil-Tanzsaal mit Einrichtung des frühen 20. Jahrhunderts.
Das Gelände ist am besten zu Fuß zu erkunden, und festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege über grasige Flächen verlaufen. Besucher sollten Zeit für einen gemütlichen Rundgang einplanen, denn es gibt viel zu sehen und die Entfernungen zwischen den Gebäuden sind groß.
An bestimmten Tagen verkehrt ein historischer Zug namens Rhön-Zügle zwischen Fladungen und Mellrichstadt und nutzt alte Dampf- und Diesellokomotiven. Besucher können diese seltenen Zugfahrten als Teil ihres Museumsbesuchs erleben und so die Region auf ungewöhnliche Weise durchqueren.
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