Eine-Welt-Kirche, Evangelische Kirche in Schneverdingen, Deutschland.
Die Eine-Welt-Kirche ist ein Kirchengebäude in Schneverdingen mit einer auffälligen Holzkonstruktion, die Kiefer und Eiche aus lokaler Forstbewirtschaftung verbindet. Der Innenraum wird durch Tageslicht geprägt, das durch große Fenster eindringt und die naturbelassene Holzoberfläche zum Glänzen bringt.
Das Gebäude entstand 1999 im Rahmen des dezentralisierten EXPO-2000-Projekts, als die älteren Kirchen der Stadt nicht mehr ausreichend Platz boten. Die Realisierung war eine Antwort auf das Wachstum der Gemeinde und die Notwendigkeit eines neuen Versammlungsortes.
Der Name verweist auf das Eine-Welt-Konzept des Expo-2000-Projekts. Hier feiert die Markus-Kirchengemeinde Schneverdingen ihre Gottesdienste, die zum Sprengel Stade der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gehört. Herzstück sind die 7.000 nummerierten Erd- und Sandproben des Altars, die Spender aus aller Welt beisteuerten und die samt Aufsammelort in einer Liste im Internet stehen.
Die Kirche steht an der Ernst-Dax-Str. 8 im Südosten Schneverdingens, östlich der Heidebahn. Die Wände sind in Brettstapelbauweise errichtet, außen aus unbehandelter Eiche, innen aus Kiefer, dazwischen Wärmedämmung und Feuchtigkeitssperre; die Glocke im Dachreiter goss 1999 die Glocken- und Kunstgießerei Rincker. Ein Schema dieses Bauprinzips zeigt eines der vier Fensterbilder neben dem Eingang.
Hauptattraktion im Inneren ist der Eine-Erde-Altar, konzipiert von Marianne Greve aus Hamburg, mit genau 7.000 von Spendern beigetragenen Erd- und Sandproben aus aller Welt. Jede Probe steckt in einem nummerierten „Buch“, und eine im Internet einsehbare Liste nennt zu jeder Nummer den Aufsammelort.
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